Fallstudien

Fallstudie: deutliche motorische Fortschritte nach zwei DMI-Intensivblöcken

Zwei sechstägige Intensivblöcke, vier Stunden pro Tag — und ein GMFM-66-Wert, der um 15,2 Punkte kletterte, rund das Zehnfache des erwarteten Fortschritts. Die Geschichte hinter den Zahlen — und was sie möglich gemacht hat.

Unser junger Patient mit seinem geliebten Plüschadler während einer DMI-Intensivsitzung

Manche Fortschritte spürt man. Manche kann man belegen. Die Familie dieses kleinen Jungen bekam beides: Nach zwei intensiven sechstägigen Therapieblöcken mit vier Stunden pro Tag stieg sein GMFM-66-Wert von 42,6 auf 57,8 — ein Zuwachs von 15,2 Punkten, rund das Zehnfache des normalerweise erwarteten Fortschritts in diesem Zeitraum.

Die Zahlen hinter dem Fortschritt

Der GMFM-66 misst die grobmotorische Funktion bei Kindern mit Zerebralparese und anderen motorischen Beeinträchtigungen auf einer Skala von 0–100 und ist eines der Kerninstrumente in unserem Assessment-Prozess. Seine Werte erzählen die Geschichte deutlich: 42,6 im Oktober 2024, 56,6 im Januar 2025 und 57,8 im Februar 2025 — eine statistisch signifikante Verbesserung, weit über dem erwarteten Durchschnitt.

Zur Einordnung: Beim GMFM-66 gewinnen Kinder mit üblicher wöchentlicher Therapie über einige Monate typischerweise ein bis zwei Punkte. Ein Anstieg um 15,2 Punkte in vier Monaten ist eine Veränderung, für die man normalerweise Jahre erwarten würde — genau darum messen wir vor, zwischen und nach jedem Block, damit Fortschritte wie diese dokumentiert sind und nicht nur erinnert werden.

Was sich im Alltag verändert hat

Vor dem ersten Block, mit 28 Monaten, konnte er sich noch nicht auf die Hände stützen, nicht an Möbeln entlanggehen und sich nicht zum Stehen hochziehen. Mit 32 Monaten sieht das Bild ganz anders aus:

Neue Fähigkeiten mit 32 Monaten

  • Steht selbständig bis zu 90 Sekunden.
  • Geht 10 Schritte ohne Hilfe.
  • Zieht sich selbständig zum Stehen hoch — und lässt sich kontrolliert wieder hinunter.
  • Geht aus dem Stand in die Hocke, um etwas aufzuheben.
  • Beginnt zu rennen, wenn er an beiden Händen gehalten wird, und springt — auch auf dem Trampolin — mit Handunterstützung.
  • Steigt Treppen hinauf und hinunter an einer Hand.

Die Werkzeuge hinter dem Block

Die Intensivblöcke kombinierten DMI (Dynamic Movement Intervention) auf Level C — anspruchsvolle Bewegungsabfolgen, die motorische Kontrolle, Gleichgewicht und Rumpfkraft aufbauen — mit dem Spider Cage für Übungen unter Gewichtsbelastung, Galileo Ganzkörper-Vibrationstherapie zur Muskel- und Nervenstimulation, NISE-Stim neuromuskulärer Stimulation, TheraTogs für Haltungsstabilität sowie TheraSuit-Therapie für Muskeltonus, Haltung und motorische Kontrolle. Jedes Element wurde dosiert und sequenziert innerhalb von ORCA — Objective Reasoning & Clinical Architecture, unserem klinischen Rahmenwerk.

Die Fallstudie auf einen Blick: GMFM-66-Werte steigen über zwei Intensivblöcke von 42,6 auf 57,8
Die Fallstudie auf einen Blick — dokumentierte GMFM-66-Werte und die eingesetzten Werkzeuge über beide Blöcke.

Der Anteil der Familie

Ein entscheidender Faktor war die aktive Mitarbeit der Familie. Sie ging mit einem individuellen Programm funktioneller Übungen nach Hause, mit Alltagstipps, wie sich Bewegung und Interaktion in normale Routinen einweben lassen, und mit spielerischen Strategien, die seine Eigeninitiative fördern — so bauten die Fortschritte auch zwischen den Blöcken aufeinander auf.

Das ist der Teil jeder Fallstudie, der auf den Fotos aus dem Therapieraum nicht zu sehen ist: die zehn Minuten Übung vor dem Frühstück, die Spiele, die gewählt wurden, weil sie zufällig eine Hocke oder ein Strecken verlangen, die Geduld, ihn zuerst selbst probieren zu lassen. Ein Intensivblock öffnet die Tür; die Familie geht danach jeden Tag hindurch.

«Gezielte Therapie, ein Intensivblock und eine Familie, die alles nach Hause trägt — diese Kombination bewegt die Kurve.»

— Das Apexa Team

Was das für dein Kind bedeuten könnte

Jedes Kind ist anders, und keine Fallstudie ist ein Versprechen. Aber die Zutaten hier — eine gemessene Ausgangsbasis, ein fokussierter Intensivblock und eine strukturierte Weiterführung durch die Familie — sind wiederholbar. Wenn du besprechen möchtest, ob ein Intensivblock die Fortschritte deines Kindes neu anstossen könnte, sprechen wir das gerne mit dir durch — beginnend, wie immer, mit einem ehrlichen Blick darauf, wo dein Kind heute steht.

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